Erst am Sonntag ist wieder ein Fahrradfahrer an der Ecke Maximin/Thebäerstraße in Trier angefahren worden. Das gesamte Paulinviertel leidet unter Schleichfahrern, die sich nicht an die Haupstraßen halten, sondern mit Vollgas durch enge Wohnstraßen fahren. Die Tempo 30 Regelung beachtet ohnehin keiner mehr. Seit über acht Jahren kämpfen die Anwohner für Maßnahmen der Verkehrsberuhigung. Es ist ein langer Weg, denn dicke Bretter müssen gebohrt werden. Immerhin steigt die Politik inzwischen ein – und die Verwaltung gibt sogar grünes Licht. Hier ein Auszug aus einer Anfrage (übrigens ist Dienstagabend, 15. Juni, Ortsbeiratssitzung im Bürgerhaus Trier-Nord, 20 Uhr, mit Anwohnerfragestunde)
Anfrage der SPD an das Baudezernat, Frau Kaes-Torchiani zum Thema Verkerhsberuhigung der „kleinen Schöndorferstraße“.
Antwort des Baudezernats vom 10. März
Frage: Wie steht die Verwaltung zur Nutzung folgender Instrumente, um die Verkehrssituation in der „kleinen“ Schöndorferstraße zu verbessern:
a) Errichtung eines Nullpunkts in der Thebäerstraße
Antwort der Verwaltung: Eine Nullstelle ist zum Beispiel in Höhe der Paulinskirche denkbar. DA sich aber erfahrungsgemäß durch eine solche Maßnahme über andere Straßen, zum Beispiel durch die Alkuinstraße, Schleichverkehre einstellen werden, ist es aus Sicht der Verwaltung erforderlich, eine Vorher- und Nachherbetrachung zu machen. Da hier ein gewisser Aufwand erforderlich ist, konnte dies noch nicht umgesetzt werden. Dies ist evtl. im Rahmen des Mobilitätskonzeptes möglich. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine solche Sperrung einfach mal umzusetzen ohne weitere Untersuchung.
b) Einrichtung einer unechten Einbahnstraße in der „kleinen“ Schöndorferstraße aus Richtung der „großen“ Schöndorferstraße?
Antwort der Verwaltung: Die Frage einer unechten Einbahnstraße wirft wieder das Thema der Erschließung der Spedition in der Thebäerstraße gegenüber der Schöndorferstraße auf
c) Errichtung eines Verkehrskreislauf über die Kürenzerstraße, Zur Reichsabtei und „große“ Schöndorferstraße mit Einbahnstraßen in den genannten Straßen (stadteinwärts über die Kürenzerstraße, stadtauswärts über Zur Reichsabtei und „große“ Schöndorferstraße)
Antwort der Verwaltung: Dieses Thema ist zumindest als Zwischenlösung bis zum Ausbau des Moselbahngeländes denkbar. Nach einer ersten groben Einschätzung ist dies mit vergleichsweise geringen Mitteln umsetzbar. Eventuell ist die Signalanlage im Eingangsbereich Schöndorferstraße entbehrlich.